Die richtige Hautpflege bei Akne

Gerade bei Akne ist die richtige Hautpflege das A und O. In dem Bemühen, Mitesser und Pickel schnell wieder loszuwerden oder zu verdecken, pflegen manche ihre Haut allerdings zu intensiv oder verdecken ihre Akne mit zu viel Make-up. Doch gerade hier gilt: Weniger ist oft mehr.

Bei der Reinigung der Haut kommt es nicht auf die Intensität, sondern vielmehr auf die Regelmäßigkeit an. Achte auf milde, seifenfreie Produkte. Produkte mit einem hohen pH-Wert (8–10) können die Haut zusätzlich reizen. Um abgestorbene Hautpartikel sanft von der Hautoberfläche zu lösen, kannst du auch hin und wieder ein mildes Peeling-Gel benutzen.

Bei der Hautpflege solltest du nach Möglichkeit auf fett- und ölhaltige Cremes und Lotionen verzichten. Empfehlenswert sind Pflegeprodukte auf Wasserbasis, da deren Inhaltsstoffe die Hautporen nicht zusätzlich verstopfen.

Männer sollten zusätzlich beim Rasieren darauf achten, die Haut möglichst wenig zu verletzen. Eine zu starke Beanspruchung kann Entzündungen und die Narbenbildung begünstigen.

Gegen das Abdecken der Akne mit Make-up ist prinzipiell nichts einzuwenden. Achte aber darauf, geeignete Kosmetik zu verwenden, also Produkte ohne sogenannte „komedogene Inhaltsstoffe“. Diese Inhaltsstoffe stehen in Verdacht, Akne zu fördern. Wenn du unsicher bist, lasse dich von einem Hautarzt oder einem medizinischen Kosmetikstudio beraten. Auf keinen Fall solltest du das abendliche Abschminken vergessen!

Akne und Ernährung

Die Ernährung hat Auswirkungen auf dein gesamtes Wohlbefinden, das ist geradezu eine Binsenweisheit. Aber kann sie auch Aknebeschwerden lindern, oder können einige Lebensmittel Hautunreinheiten gar begünstigen? Pauschal lässt sich diese Frage nicht beantworten, denn jeder Mensch reagiert anders auf bestimmte Nahrungsmittel.

Wenn du den Verdacht hast, dass ein oder mehrere bestimmte Lebensmittel einen negativen Einfluss auf dein Hautbild haben, probiere einfach aus, ob deine Akne besser wird, wenn du z. B. weniger Milch trinkst oder Schokolade, Chips, Weißbrot und Fast Food für einige Wochen von deinem Speisezettel streichst. Merkst du eine positive Veränderung, kannst du wöchentlich eine Lebensmittelart wieder essen und in den folgenden Tagen beobachten, was mit deiner Haut passiert. So kannst du nach und nach die Lebensmittel identifizieren, die höchstwahrscheinlich dein Hautbild negativ beeinflussen (Ausschluss-Diät).

Zusätzlich kannst du dich bei deinem Arzt auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten testen lassen, um Intoleranzen z. B. gegen Gluten, Fructose, Histamin und Lactose auszuschließen. Diese können zu Darmproblemen führen. Was das mit Akne zu tun hat? Krankmachende Darmbakterien und Pilze, die sich vermehren und Giftstoffe produzieren, bringen nicht nur die Verdauung aus dem Gleichgewicht, sie können auch das Hautbild beeinflussen. Ein gesunder Darm tut also auch der Haut gut!

Grundsätzlich helfen eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung mit möglichst wenig Zucker- und Fettanteil sowie viel Wasser, die Darmflora im Gleichgewicht zu halten.

Akne im Sommer

Die wichtigste Hautpflege im Sommer ist ausreichender Sonnenschutz, das gilt schon für gesunde Haut. Sonnenschein kann das Hautbild positiv beeinflussen, aber ständige Sonneneinstrahlung beziehungsweise UV-Strahlung erhöht das Risiko von Hautschädigungen bis hin zu Hautkrebs. Zudem verhornt die Haut, Talg kann nicht richtig abfließen, die Pickelbildung wird noch gefördert.

Bei Akne solltest du also umso mehr auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten. Verwende dafür Sonnenschutzprodukte (am besten Gele), die speziell auf die Bedürfnisse der unreinen Haut abgestimmt sind. Wie auch bei allen anderen Pflegeprodukten sollten diese keine komedogenen Stoffe enthalten. Diese verstopfen die Poren und begünstigen Mitesser.

Ein hoher Lichtschutzfaktor ist vor allem dann besonders wichtig, wenn du wegen deiner Akne bereits spezielle Medikamente (u. a. mit dem Wirkstoff Benzoylperoxid) verwendest. Diese verringern häufig die Sonnentoleranz, wodurch du schneller einen Sonnenbrand bekommen kannst. Beachte also unbedingt im Beipackzettel des Präparats die Hinweise zu Wechselwirkungen mit Sonnenlicht.

Denke außerdem an die richtige und regelmäßige Körperhygiene. Schweiß, der an der Hautoberfläche abtrocknet, bietet die optimale Grundlage für das Wachstum von Bakterien. Nisten diese sich in verstopften Poren ein, begünstigt dies die Pickelbildung.